Sokpol holt mit Netstal die Verschlussproduktion ins eigene Haus

Der polnische Getränkehersteller Sokpol setzt bei der eigenen Produktion von Getränkeverschlüssen auf eine schlüsselfertige Systemlösung für Verschlüsse von Netstal. Damit kann das Familienunternehmen die Qualität verbessern, ein einheitliches Design gewährleisten und die Kontrolle über die Lieferkette behalten – und gleichzeitig durch kurze Zykluszeiten und niedrige Produktionskosten seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt steigern.

Die Geschichte von Sokpol ist eng mit seinem Eigentümer und Gründer Roman Sobczyk verbunden. Der 1957 geborene Sobczyk legte den Grundstein für seine technische Karriere in den 1980er Jahren in Deutschland, als er bei Tetra Pak in den Bereichen Kundendienst, Technik und Schulung tätig war. Die dort gesammelten Erfahrungen, sein direkter Einblick in fortschrittliche Verpackungs- und Abfüllstandards sowie seine Zusammenarbeit mit zahlreichen Kunden wurden später zur treibenden Kraft hinter der Einführung modernster Getränketechnologie in seinem Heimatland Polen.

Vom Start-up zum hochmodernen Getränkeunternehmen

Nach seiner Rückkehr nach Polen gründete Sobczyk 1992 das Unternehmen Sokpol. Sein Ziel war es, ein hochmodernes Getränkeunternehmen aufzubauen. Einen ersten wichtigen Meilenstein setzte er sofort mit der Installation einer aseptischen Abfüllanlage für seinen ehemaligen Arbeitgeber. Auf diesem Erfolg aufbauend gelang es ihm, sein Unternehmen erfolgreich auszubauen. Sokpol befindet sich bis heute zu 100 % in Familienbesitz. In diesem Zusammenhang wurden Produktion, Automatisierung und das Produktportfolio in den Bereichen PET- und Kartonverpackungen stetig und konsequent ausgebaut, während gleichzeitig in Nachhaltigkeit und zertifizierte Managementsysteme investiert wurde. Heute betreibt das Unternehmen drei Werke in Polen mit über 500 Mitarbeitern. Sokpol produziert für namhafte Kunden in Europa, hat aber auch Kunden in Nordamerika, Afrika und Südkorea in seinen wachsenden Kundenstamm aufgenommen.

Schlüsselfertige Systemlösung für die Spritzgiessproduktion von 38mm Easy-Open-Verschlüssen

Eigene Verschlussproduktion zur Gewährleistung hoher Qualitätsstandards

Im Rahmen einer strategischen Entscheidung, wichtige Verpackungskomponenten näher an die eigenen Produktionsstätten heranzuführen, beschloss Sokpol, Verschlüsse für Getränke künftig selbst herzustellen, anstatt sich wie bisher ausschliesslich auf externe Lieferanten zu verlassen. Ziel war es, die Kontrolle über Qualität und Design zu behalten und die Liefersicherheit zu verbessern. Zuvor wurden die Verschlüsse von verschiedenen Lieferanten bezogen, was zu Uneinheitlichkeit bei Qualität und Design führte. Die Eigenfertigung bot optimale Voraussetzungen für den Übergang zu einem einheitlichen und unabhängigen Produktdesign. Der Einkauf wurde vorübergehend als Übergangslösung beibehalten, wobei die Eigenfertigung das strategische Ziel darstellte.


Verschluesse Illustration

Installiertes System und Umfang

Die schlüsselfertige Anlage basiert auf einer leistungsstarken Elion 3200 Spritzgiessmaschine. Sie ist mit einem 48-Kavitäten-Werkzeug von Corvaglia ausgestattet, das Downstream Equipment stammt von IMD vista. Die Anlage produziert einen 38-mm-Easy-Open-Verschluss für die aseptische Abfüllung mit einer Zykluszeit von deutlich unter 4 Sekunden. Damit liegt sie deutlich unter den etablierten Branchenstandards. Die von diesem System hergestellten Verschlüsse werden einer Hochgeschwindigkeits-Abfüllanlage von Krones zugeführt, in der Eistee und Saft verarbeitet werden. Die Kühllösung wurde in Zusammenarbeit mit dem polnischen Partner Muehsam geplant und umgesetzt.


Netstal stach in einer umfassenden Bewertung verschiedener Technologiepartner hervor

Im Rahmen des strategisch bedeutsamen Verschlussprojekts führte Sokpol eine strukturierte Lieferantenbewertung durch, bei der verschiedene Technologieoptionen verglichen wurden. Die endgültige Entscheidung fiel dann bewusst auf die Einbindung eines neuen Technologiepartners, wobei Netstal anstelle der bisherigen Maschinenlieferanten des Unternehmens oder eines anderen Kandidaten aus der engeren Auswahl ausgewählt wurde. Dieser Ansatz der „zweiten Technologie“ ist Teil der Strategie von Sokpol zur Diversifizierung seiner Investitionen. Dem Unternehmen ist es wichtig, Risiken zu minimieren und die Abhängigkeit von einzelnen Technologiepartnern zu verringern. Gleichzeitig wurden die Leistungsfähigkeit und das Fachwissen der verschiedenen Lieferanten verglichen, was Netstal letztendlich den Zuschlag für die Verschlussproduktion sicherte.

Effiziente Produktion auf Top-Niveau: Die Elion 3200 von Netstal mit 48-fach-Werkzeug von Corvaglia erreicht Zykluszeiten deutlich unter 4 Sekunden

Über die strategischen Aspekte hinaus hob Sokpol auch verschiedene technische und projektbezogene Vorteile hervor. Das Angebot von Netstal – insbesondere die hohe Leistungsfähigkeit und die äusserst robuste Bauweise der Hybridmaschine Elion 3200 – wurde als ideal für die geplante Verschlussanwendung erachtet. Darüber hinaus entsprachen das Gesamtpaket und das vorgeschlagene Umsetzungskonzept genau den Anforderungen von Sokpol an eine stabile, industrialisierte Produktion und eine langfristige Prozesssteuerung. Insgesamt ermöglichte das Paket Sokpol dank niedrigerer Produktionskosten eine überlegene Marktposition.

Ein weiterer entscheidender Faktor war die Entscheidung von Netstal, sich gemeinsam mit Corvaglia und einem seiner bewährten Verschlussdesigns an der Ausschreibung zu beteiligen. Im Vergleich zu einer Alternative, die den Bau einer Pilotanlage erfordert hätte, wurde diese Lösung als einfacher umsetzbar, sofort einsatzbereit und besser für die Integration in die bestehende Abfüllumgebung geeignet angesehen. Angesichts der Ausrichtung von Sokpol auf die aseptische Abfüllung wurde diesen Aspekten besonderes Gewicht beigemessen.

Eine Partnerschaft, die auf Vertrauen basiert: Roman Sobczyk, Inhaber und Gründer von Sokpol (zweiter von rechts), zusammen mit Patrick Waldvogel, Leiter der Business Unit CAP bei Netstal (erster von rechts), und Daniel Smith, Area Sales Manager bei Corvaglia (dritter von rechts). Links im Bild sind Mateusz Kostrzewski, Werksleiter, und Jerzy Urbanski, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, zu sehen.

Von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme beschreibt Sokpol die Zusammenarbeit mit Netstal, Corvaglia und dem dritten Projektpartner, IMD vista, als offen und von grossem Vertrauen geprägt. Während der Anlaufphase eignete sich das Sokpol-Team neues technisches Fachwissen im Bereich der Spritzgussverschlüsse an. Schulungen und Unterstützung vor Ort trugen dazu bei, den Betrieb auch in Nebenzeiten und während der Nachtschichten zu stabilisieren.

Zu unseren Lösungen für Verschlüsse

Wir denken aus der Perspektive unserer Kunden

Als weltweit führender Schweizer Hersteller von Spritzgiessmaschinen und Systemlösungen für die Kunststoffverarbeitung setzt sich die Netstal Maschinen AG auch intensiv mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit auseinander. Was das für die Weiterentwicklung der Technologie bedeutet und welche Rolle Leadership in volatilen Zeiten für die Zukunft des Unternehmens und des Werkplatzes Schweiz spielt, erläutert Renzo Davatz im Interview.

Herr Davatz, wie hat sich Ihr Kerngeschäft, die Fabrikation von Spritzgiessmaschinen für Kunststoffe, in den letzten Jahren verändert?

Die wesentlichste Veränderung ist wahrscheinlich der Druck von chinesischen Herstellern, die technologisch aufgeholt haben und mit einer hohen Preisaggressivität aus ihren heimischen Märkten in den Westen drängen. Diese Kombination aus zunehmender technischer Wettbewerbsfähigkeit und enormer Preisaggressivität verändert auch das Geschäft für die westlichen Hersteller von Spritzmaschinen.

Welche Zielmärkte sind besonders wichtig für Sie?
Europa ist historisch ein wichtiger Markt für uns. Mittlerweile sind wir dort gut verankert. Die grössten Zuwächse erwarten wir uns in den USA, die ein sehr spannender Markt sind. Gleichzeitig sind wir auch in Asien aktiv. Seit zwei bis drei Jahren sind wir auch sehr erfolgreich in Indien, das sich für uns ebenfalls zu einem spannenden Markt entwickelt.

Die Verpackung von Lebensmitteln und die Herstellung von medizinischen Verbrauchsartikeln betreffen elementare Aspekte unseres Alltags. Bedeutet das eine besondere Verantwortung?
Die grösste Verantwortung, die ich oder wir spüren, ist die, dem Markenversprechen vom Netstal gerecht werden zu können. Netstal ist bekannt für höchste Performance und beste Produktionseffizienz. Diesem Versprechen wollen wir nicht nur mit Leistung und Qualität bei der Auslieferung oder im ersten Betriebsjahr gerecht werden, sondern im gesamten Lebenszyklus einer Maschine. Mit einem umfangreichen Service bei Ersatzteilen, Nachrüstungen und Optimierungen wollen wir die Produktionseffizienz und die Verfügbarkeit der Anlagen über deren gesamte Lebensdauer hochhalten. Selbstverständlich gibt es dazu im Food- und Medizinbereich spezifische Anforderungen bezüglich Reinheit, Nachverfolgbarkeit und Dokumentationen, denen wir uns seit jeher verpflichtet fühlen.

Gibt es bei der Verarbeitung von Kunststoffen neue Trends, die die nächsten Jahre prägen werden?
In den Anwendungsbereichen, in denen wir tätig sind, gibt es nicht so viele neue Kunststoffe wie beispielsweise in der Automobilindustrie. Ein Trend ist aber, dass das Material PET, mit dem PET-Flaschen hergestellt werden, nun auch für andere Anwendungen eingesetzt werden soll. So sollen die Verschlüsse, die bislang aus HDPE bestehen, ebenfalls aus PET gefertigt werden, obwohl dies eine grosse technische Herausforderung ist. Das würde das Recycling der PET-Flaschen, bei denen sich in der Schweiz oder Deutschland schon ein geschlossener Kreislauf etabliert hat, nochmal erleichtern. Es gibt auch Versuche, Dünnwand- und Food-Verpackungen aus PET herzustellen. Ausserdem gibt es noch die biobasierten Kunststoffe, die sich noch nicht durchgesetzt haben, weil sie in grossen Mengen zu teuer sind. Technisch funktioniert das zwar schon, aber betriebswirtschaftlich macht es noch keinen Sinn.

"Für jeden Bereich gibt es Produktmanager, Verkäufer und Anwendungstechniker. Und die denken genau nur in ihrem Applikationsfeld und arbeiten an Optimierungen
für diese Anwendungen"


Wie sehr werden neue Entwicklungen von der Digitalisierung und Nachhaltigkeit bestimmt?
Wo es früher nur um das physische Produkt, also die Maschine ging, geht es heute immer mehr darum, dem Kunden eine integrierte, vernetzte und somit auch autonome Produktionszelle anbieten zu können. Diese soll möglichst einfach in der Bedienung sein, einen hohen Output leisten und entsprechend grosse Prozessfenster bieten. Beim Thema Nachhaltigkeit sind mittlerweile zwei Aspekte entscheidend. Die Maschine selbst soll immer weniger Energie brauchen. Das heisst, hydraulische Achsen werden zunehmend von elektrischen Achsen abgelöst. Zweitens geht es darum, dass die Maschinen Materialien wie rPET, also rezykliertes PET, problemlos verarbeiten können.

Das heisst: Sie müssen auch immer im Sinne der Kunden denken, die ihre Produkte noch besser oder effizienter herstellen oder verpacken wollen?
Dieses Denken aus Kundensicht ist für uns sehr wichtig. Wir haben vier Anwendungseinheiten: PET-Preforms, dies sind Vorformlinge für die späteren PET-Flaschen, Verschlüsse, Anwendungen in der Medizintechnik und Dünnwandverpackungen, beispielsweise für Eiscreme, Butter oder Margarine. Für jeden Bereich gibt es Produktmanager, Verkäufer und Anwendungstechniker. Und die denken genau nur in ihrem Applikationsfeld und arbeiten an Optimierungen für diese Anwendungen.

Was unterscheidet Netstal von internationalen Wettbewerbern?
Wir sind sehr fokussiert auf unsere vier genannten Anwendungsbereiche und machen nichts anderes. Wenn Sie mich nach einem USP fragen, würde ich sagen: Netstal steht für eine aussergewöhnliche Produktionseffizienz. Unsere Maschinen sind in der Anschaffung vielleicht nicht die günstigsten, aber Sie können mit ihnen am günstigsten ihr Produkt herstellen.

Was bedeutet Leadership angesichts globaler Krisen, regional verhängter Sanktionsmassnahmen oder Regulierungen?
Meiner Meinung nach machen die ganze Volatilität und Unsicherheit den Job so spannend wie nie. Ich glaube, die Herausforderung ist, dass es einer guten Führungskraft gelingen muss, eine Richtung vorzugeben, auch wenn nicht alle Antworten vorliegen. Es kommt darauf an, dass man ehrlich kommuniziert, was bekannt ist und was nicht. Und dass man klare Prioritäten setzt, die trotz Unsicherheiten dem Team helfen, handlungsfähig zu bleiben. Guter Leadership in volatilen Zeiten bedeutet, dass man selbst Stabilität im Inneren hat, während sich aussen alles bewegt.

Was macht Netstal als Arbeitgeber aus?
Ich würde zwei Punkte hervorheben. Erstens: Trotz oder wohl sogar wegen einem sehr anspruchsvollen Umfeld in der Industrie haben wir ein Team, das eine besondere Unternehmenskultur entwickelt hat und sich für Kunden und ihr Produkt begeistert. Ein echter Netstal-Spirit, wenn ich das so sagen darf. Der zweite Punkt ist unser internationales Umfeld. Mit einem technologisch anspruchsvollen Produkt und einer Exportquote von 95 Prozent kann die Firma natürlich spannende und sehr unterschiedliche Berufe und auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten anbieten. Es ist von Anfang an spannend. Ich durfte dies selbst erfahren, denn ich habe als Lehrling in diesem Unternehmen angefangen.

Das Interview entstand für die neue Ausgabe von „20 CEOs. 20 OPINIONS“ in der Handelszeitung, erschienen am 24.12.2025. Unter dem folgenden Link gelangen Sie zur gesamten Ausgabe.

20 CEOs. 20 OPINIONS.
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PET-Line 4000

Neu: Adaptive Systemdruckabsenkung in PET-Anwendungen

Mit der adaptiven Systemdruckabsenkung erzielen Anwender der Baureihen Elion und Elios bereits seit 2023 erhebliche Energieeinsparungen. Neu ist die Option auch für PET-Line verfügbar.

Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2020 gilt die PET-Line mit seitlicher Entnahme als das modernste und energieeffizienteste Preform-Spritzgiesssystem auf dem Markt. Mit der adaptiven Systemdruckabsenkung, die nun auch für die PET-Line verfügbar ist, steigert Netstal die Effizienz weiter. Bei aktiver Systemdruckabsenkung wird der Hydraulikdruck auf den optimalen Wert gesenkt. Es wird nur so viel Druck erzeugt, wie tatsächlich benötigt wird.

Im Video wird plakativ aufgezeigt, wie die adaptive Systemdruckabsenkung funktioniert

Führende Energieeffizienz bei maximaler Produktivität

Das Potenzial ist enorm: Je nach Anwendungsprofil können Sie mit der Systemdruckabsenkung fünfstellige Energiekosten pro Jahr einsparen. Der deutlich reduzierte Verbrauch senkt auch den CO2-Fussabdruck Ihrer gesamten Produktion. Besonders wichtig: Die Zykluszeit und die Einspritzleistung werden nicht beeinträchtigt. Die PET-Line produziert mit gleicher Leistung und gleichbleibender Qualität bei geringerem Stromverbrauch.

 

Auf der drinktec mehr erfahren

Anhand unseres Live-Exponats auf der drinktec beraten wir Sie gerne persönlich zur adaptiven Systemdruckabsenkung und den vielen weiteren Vorteilen der PET-Line, die Ihnen den Produktionsalltag erleichtern. Auf unserem Stand erleben Sie eine PET-Line 4000 der neuesten Generation. Produziert werden ultraleichte 6,9 g Preforms mit 25/22-Gewinde. Ein Besuch lohnt sich ganz bestimmt, Sie finden uns vom 15. – 19. September auf der Messe München, Halle C6, Stand 361.

Messeinfos und Terminvereinbarung

Netstal auf der drinktec 2025

PET-Line 4000

Besuchen Sie Netstal auf der drinktec 2025 und erleben Sie die PET-Line der nächsten Generation

Effizient und ressourcenschonend: Netstal präsentiert auf der drinktec (15.–19. September 2025 in München) erstmals eine PET‑Line der neuen Generation. Mit smarten Innovationen steigert das System nicht nur die Produktionseffizienz, sondern auch den Bedienkomfort für Anwender.

Am Stand von Netstal in Halle C6 produziert eine PET Line 4000 ultraleichte 6,9-g-Preforms mit 25/22-Gewinde.

Bekenntnis zur Nachhaltigkeit: Im Anschluss an die drinktec werden die Preforms nicht einfach nur entsorgt, sondern in den PET-Recyclingkreislauf zurückgeführt.

Diese Highlights erwarten Sie:

  • Höchstes Leistungspotential: Zum Einsatz kommt ein 144‑Kavitäten‑Werkzeug von MHT mit integrierter Selbstreinigungsfunktion. Mit der schnellen Zykluszeit von 4,8 Sekunden entstehen rund 108’000 Preforms pro Stunde. Eine 160‑Kavitäten-Option erhöht das Potenzial bei 400 Tonnen Schliesskraft zusätzlich. Für Maximalleistung ist die grösste PET‑Line 5000 verfügbar. Bei 500 Tonnen Schliesskraft sind Werkzeuge mit bis zu 192 Kavitäten nutzbar.
  • Führende Energieeffizienz: Die PET-Line nutzt Rekuperation von kinetischer Energie in der Schliesseinheit und Nachkühlstation. Mit Bestwerten hebt sich die PET-Line als eines der energieeffizientesten PET‑Systeme am Markt hervor. Neu ist die optionale Systemdruckabsenkung: Sie senkt den hydraulischen Druck ab und hält ihn am optimalen Punkt. Je nach Anwendungsprofil können Jahresenergiekosten im fünfstelligen Bereich zusätzlich eingespart werden.
  • Fokus auf höchste Qualität: Das voll integrierte Vision Control System überprüft die Preforms in Echtzeit, erkennt mögliche Prozessfehler frühzeitig und dokumentiert alles automatisiert. Mit dem neuen Quality Shot können auf Knopfdruck auch Zufallsstichproben eines kompletten Schusses entnommen werden.
  • Bedienkomfort neu gedacht: Das in der Axos-Steuerung integrierte Smart Operation macht die Bedienung im Schichtbetrieb besonders sicher und intuitiv. Mit dem neuen Task Quick Mold Change kann nun auch gering qualifiziertes Personal schnell und sicher einen Werkzeugwechsel durchführen. Tasks sind grafisch aufbereitete Anwendungshilfen, die Benutzer Schritt für Schritt durch komplexere Aufgaben begleiten. Weitere Tasks sind bereits in der Planung.
  • Vernetzung für maximale Kontrolle: Die PET-Line bietet sämtliche modernen Schnittstellen auf Basis OPC-UA zur Vernetzung mit zentralen Leitsystemen und den verschiedenen Peripheriekomponenten.

Die PET‑Line setzt neue Massstäbe hinsichtlich Leistung, Energieeffizienz, Qualitätssicherung und Bedienfreundlichkeit. Besuchen lohnt sich also vom 15. – 19. September auf der Messe München, Halle C6, Stand 361.

Messeinfos und Terminvereinbarung

Netstal auf der drinktec 2025

Elion 1200 MED

Nächste Maschinengeneration: Erleben Sie auf der K 2025 die neue Elion MED

Sie fertigen medizintechnische Teile aus Kunststoff und begeistern sich für innovative Spritzgiesstechnologie? Dann sollten Sie auf der K 2025 einen Besuch bei Netstal einplanen. Auf unserem Stand D24 in Halle 15 präsentieren wir die neueste Generation der Elion MED mit verkürzter Bauform, optimierter Kniehebelgeometrie und einem neuen Spritzgetriebe. Mit der neuen Elion MED produzieren Sie auf verkleinerter Stellfläche mit
gesteigerter Effizienz. Wir nennen das „die Evolution der Effizienz“.

Diese Highlights erwarten Sie:

  • Viel Leistung auf kleiner Fläche: Wir haben sämtliche Module konsequent auf einen kompakten Footprint hin optimiert. Das Resultat ist eine signifikant verkürzte Maschine, die bei identischer Schliesskraft ein hervorragendes Leistungsniveau und viel Flexibilität für ein breites Anwendungsspektrum bietet.
  • Führende Präzision: Hochpräzise Sensoren mit enorm hoher 2 kHz-Abtastrate ermöglichen eine unerreichte Präzision und Reproduzierbarkeit. Die neu überarbeitete Qualitätsüberwachung sorgt für eine lückenlose Überwachung und Sicherstellung der Produktionsqualität.
  • Unerreichte Zuverlässigkeit: Maschinen von Netstal sind besonders langlebig. Bei der neuen Elion haben wir bewährte Konzepte weiterentwickelt. Die Maschine ist äusserst solide konstruiert. Damit erfüllen wir ihre hohen Anforderungen, damit Sie viele Jahre ohne Leistungsverlust im Dauereinsatz produzieren können.
  • Maximale Effizienz: Die von uns eingesetzten Servoantriebe bieten Ihnen beste Energieeffizienz. Mit dem neu konzipierten, servohydraulischen Direktantrieb für die Aggregatbewegung und das Aufbringen der Anpresskraft haben wir die Energieeffizienz der Elion nochmals deutlich gesteigert.
  • Höchste Reinheit: Dank vollständig gekapselten und wassergekühlten Antriebsmotoren sowie hermetisch abgeschlossenen Steuerschränken arbeitet die neue Elion praktisch emissionslos. Die gesamte Maschine mit neuer Schutzeinhausung haben wir auf optimale Reinigung hin ausgelegt. Im Standard können Sie die Elion MED im Reinraum bis Klasse 7 einsetzen. Mit weiteren Ausstattungsoptionen sind auch höhere Reinraumklassen möglich.
  • Offen und vernetzt: Die neue Elion bietet sämtliche modernen Schnittstellen auf Basis OPC-UA zur Vernetzung mit zentralen Leitsystemen und den verschiedenen Peripheriekomponenten. Dank HTML 5 Integration lassen sich auf einfache Weise auch komplexere Systemkomponenten in die Maschinensteuerung einbinden.

Elion Revision 2025

Live-Produktion auf dem Netstal-Stand:

Zur Markteinführung zeigen wir auf der K 2025 in Halle 15 die neue Elion MED im Praxiseinsatz: Auf der für den Reinraum optimierten 1200 kN-Maschine entsteht in ca. 12 Sekunden Zykluszeit ein Autoinjektor-Gehäuse – produziert mit einem innovativen 4-fach-Werkzeug von Zahoransky.

Das Besondere: Dank Indextechnologie mit integrierter Dreheinheit und einzeln angesteuerten, servoelektrischen Nadelverschlussdüsen wird die Zykluszeit gegenüber herkömmlichen Werkzeugen deutlich verkürzt. Die Automation übernimmt ein 6-Achs-Roboter, der die Bauteile bei geschlossenem Werkzeug entnimmt. Die kompakte Lösung von Saxe beinhaltet eine optische Qualitätskontrolle und einen automatischen Gebindewechsel – vollständig integriert in die Axos-Steuerung der Maschine. Auch die Werkzeugkühlung ist smart gelöst: Über in die Aufspannplatte integrierte Mouldflo-Wasserverteiler werden Temperaturdifferenzen und Durchflussraten in Echtzeit erfasst und überwacht.

Weitere beteiligte Partner des Exponats sind die Unternehmen Ewikon (Heisskanalsystem), Petek (Reinraumtechnik), HB Therm (Temperiergeräte), Piovan (Materialzuführung), Sabic (Material), SAX Polymers (Masterbatch) und bfa solutions (MES).

Messeinfos und Terminvereinbarung

Netstal auf der K 2025

Netstal ist offizieller Kranzpartner des ESAF 2025 Glarnerland+

Vom 29. bis 31. August wird im Glarnerland+ geschwungen und gefeiert: Einen Steinwurf von unserem Hauptsitz entfernt, wird auf dem Gelände des Flughafen Mollis das Eidgenössische Schwing- und Älplerfests (ESAF) stattfinden. Als in der Region fest verankertes Unternehmen unterstützt Netstal das Organisationskomitee und ist stolzer Kranzpartner des ESAF 2025 Glarnerland+.

Das ist Schweizer Brauchtum vom Feinsten: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, kurz ESAF, findet alle drei Jahre an wechselnden Orten statt und zieht regelmässig über 400.000 Zuschauer an, was es zum grössten wiederkehrenden Sportanlass der Schweiz macht. Beim ESAF messen sich die besten Schwinger des Landes im traditionellen Schweizer Ringkampf Schwingen, begleitet von Wettbewerben im Steinstossen und einer grossen Festkultur mit Jodlern, Fahnenschwingern und Alphornbläsern. Der Sieger erhält den prestigeträchtigen Titel „Schwingerkönig“ sowie als Lebendpreis einen ausgewachsenen Stier, den sogenannten «Muni».

Bilder: ESAF 2025 Glarnerland+ / Maya Rhyner

Netstals Support für das ESAF 2025 Glarnerland+

Die Durchführung eines so grossen Events ist ein organisatorischer Kraftakt, für den eine gute räumliche Infrastruktur unverzichtbar ist. Bereits seit 2021 nutzt das Organisationskomitee des ESAF am Firmensitz von Netstal Sitzungsräumlichkeiten für Meetings sowie weitere Präsentationsanlässe.

In der Region wird ein vorübergehender Shuttleservice eingerichtet, der die Besucher zwischen den weiter entfernten Bahnhöfen, Camping- und Parkplätzen und dem Festgelände befördert. Das dafür notwendige Bus-Terminal wird auf dem Parkplatzareal der NETSTAL Maschinen AG eingerichtet. Weiters wird unsere Fläche als Dispositionsplatz für den grossen Festumzug genutzt, der traditionell zum Auftakt des ESAF durchgeführt wird.

Grosser Sport vor prächtiger Bergkulisse. Das ESAF 2025 Glarnerland+ wird auf dem Molliser Flughafenareal stattfinden. Etwas weiter nördlich befinden sich die Netstal-Werkshallen (Foto:  ESAF 2025 Glarnerland+ / Maya Rhyner)

Als offizieller Kranzpartner freuen wir uns auf ein fantastisches ESAF 2025 Glarnerland+.

 

Das + steht dabei für die an den Kanton Glarus angrenzenden Regionen Zürichsee-Linth, March Höfe und das Sarganserland, die ebenfalls das ESAF 2025 unterstützen.


SKZ PM SG Maschine Horb

Elion 1200 für das SKZ-Technikum in Horb am Neckar

Der SKZ-Standort in Horb am Neckar hat seine erste Spritzgiessmaschine von Netstal erhalten. Die Elion 1200-510 steht für Anwenderschulungen in Horb am Neckar zur Verfügung.

Ergänzung für das bestehende Schulungsangebot

Netstal stellt dem Standort des Kunststoff-Zentrums SKZ in Horb am Neckar eine Spritzgiessmaschine Elion 1200-510 zur Verfügung. Am 25. Juni 2024 fand die offizielle Maschinenübergabe statt. Die Elion 1200-510 mit einer Schließkraft von 1.200 kN wird zukünftig für die umfangreichen Bildungsaktivitäten im Spritzgiessen Im SKZ-Technikum eingesetzt.

Uwe Telinde, Geschäftsführer Netstal Deutschland: „Wir sind stolz darauf, dem SKZ eine Maschine zur Verfügung zu stellen und damit die Aus- und Weiterbildung in der Kunststoffindustrie hier in Deutschland zu unterstützen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Fachkräfte Zugang zu fortschrittlichen Maschinen haben, um ihre Fähigkeiten in der Kunststoffverarbeitung zu entwickeln.“

Die komplette Pressemeldung und Informationen zum Bildungsangebot finden Sie auf der Webseite des SKZ:

Kunststoff-Zentrum SKZ

10% weniger Energieaufwand bei Kaffeebechern und anderen Dünnwandbechern

10,5 % Energieeinsparung bei einem Dünnwandbecher

Mit der adaptiven Systemdruckabsenkung haben wir 2023 eine nachrüstbare Option vorgestellt, mit der Hersteller effektiv Energiekosten einsparen können. Das Potential fällt abhängig von der Anwendung unterschiedlich hoch aus.

Ausgangslage

Anhand eines Kaffeebechers wollten wir herausfinden, ob die kalkulierte Einsparung auch in der Praxis bestätigt wird. Der Dünnwandbecher wird in einem 6-fach Werkzeug auf einer Elion 2800 bei einer Zykluszeit von 3.9 s produziert. Das Schussgewicht beträgt 95 g.

10% weniger Energieaufwand bei Kaffeebechern und anderen Dünnwandbechern

Lösung von Netstal:

Die beschriebene Anwendung wurde im Rahmen umfangreicher Tests mit aktivierter Systemdruckabsenkung getestet. Mit der aktivierten Option benötigt die Spritzgiessmaschine rund 10,5 % weniger Energie. Eine erhebliche Reduktion von Kosten und eine relevante Verringerung des CO₂-Fussabdrucks.

ELIOS K16

Adaptive Systemdruckabsenkung

Um Spitzenbelastungen problemlos bewältigen zu können, ist das Hydrauliksystem von Netstal-Spritzgiessmaschinen für einen maximalen Betriebsdruck von 250 bar ausgelegt. Je nach Anwendung wäre auch ein geringerer Wert ausreichend. Hier setzt Netstal mit der neuen Systemdruckreduzierung an und optimiert die Energieeffizienz. Im Automatikbetrieb ermittelt das adaptive Regelsystem jederzeit den optimalen Punkt und passt den Systemdruck entsprechend an. Bei gleicher oder sogar erhöhter Produktivität wird der Energieverbrauch für die Bereitstellung des Systemdrucks auf ein Minimum reduziert. Eine geringere Belastung der Komponenten wirkt sich auch positiv auf die Maschinenverfügbarkeit und Gesamtlebensdauer aus.


Axos 8 nach Umrüstung auf Smart Operation

Maximale Effizienz nachrüsten: Optimieren Sie Ihre Betriebsabläufe nachhaltig mit Smart Operation

Mehr Effizienz und Produktivität sind auch mit bestehenden Maschinen erreichbar. Mit Smart Operation bieten wir Ihnen eine innovative Lösung zur Optimierung der Betriebsabläufe in der Spritzgiessfertigung. Möglich ist die Nachrüstung bei allen Netstal-Maschinen ab Steuerungsgeneration Axos 7.

In Hochleistungsanwendungen wird oft daran getüftelt, die Zykluszeiten immer weiter zu verkürzen, um noch mehr produzieren zu können. Doch manchmal werden diese Zugewinne durch kleine Effizienzverluste wieder aufgefressen. So sind nicht-technische Stillstände entweder nicht im Bewusstsein oder werden als unvermeidlich betrachtet. Mit Smart Operation eliminieren Sie solche Leerläufe zuverlässig und steigern die Produktivität.

Axos 8 vor der Nachrüstung Axos 8 mit Smart Operation

Mehr Effizienz ist nachrüstbar: Nach dem Umbau verfügt die Axos Steuerung über 4 zusätzliche Smart Buttons und ein Software-Update

(Bewegen Sie den Slider nach links, um die Steuerung nach der Umrüstung zu sehen)

Umsatzsteigerung im sechsstelligen Bereich

Ein Kundenbeispiel: In der Produktion zahnmedizinischer Komponenten müssen die Spritzgiessmaschinen in regelmässigen Abständen gestoppt werden, um die Werkzeugschmierung durchzuführen. Weil das Personal vom Werksunterhalt die Spritzgiessmaschine nicht bedienen kann, muss dafür jeweils Fachpersonal hinzugerufen werden. Da die Fachperson mehrere Anlagen gleichzeitig betreuen muss, entstehen immer wieder Wartezeiten im Minutenbereich. Auf das Jahr gesehen summiert sich dies jedoch und die negative Auswirkung auf die Produktivität ist signifikant.

 

Mit Smart Operation konnten wir diesem Kunden eine optimale Lösung anbieten. Durch die Verankerung spezifischer Produktionsabläufe in der Maschinensteuerung wurde eine geführte Bedienung geschaffen, die nach kurzer Einweisung auch vom Wartungspersonal fehlerfrei durchgeführt werden kann. Heute hat dieser Kunde mehrere Maschinen mit Smart Operation ausgerüstet und berichtet von Umsatzsteigerungen im sechsstelligen Bereich. Dies allein durch die Eliminierung der vielen kurzen Wartezeiten. Das Personal des Werksunterhalts geht heute selbständig an die Maschine, stoppt die Produktion, schmiert das Werkzeug und versetzt danach die gesamte Produktionszelle inklusive Entnahmeroboter und Verpackungsanlage wieder in den produzierenden Zustand.

Elion 4200-1000 in Produktion

 

Intuitives und sicheres Bedienkonzept eliminiert nicht-technische Ausfallzeiten

Das Konzept von Smart Operation basiert auf der Verankerung betriebsrelevanter Szenarios und Abläufe in der Steuerung sowie der Änderung des Betriebszustands mittels Tastendruckes. Insgesamt stehen 4 der sogenannten „Smart Buttons“ zur Verfügung. Auf dem Hauptbildschirm wird jeweils mit einem Farbcode eindeutig angezeigt, mit welchen Tasten fortgefahren werden kann. Die betreffenden Tasten leuchten in den entsprechenden Farben auf. Zum Beispiel rot für «Zyklusmodus anhalten» oder grün für «Zyklusmodus starten». Sind zudem bestimmte Arbeitsschritte nötig, wie zum Beispiel das Ausspritzen des Spritzaggregats, wird dies als Handlungsanweisung angezeigt. Die Durchführung muss bestätigt werden, bevor mit dem nächsten Schritt fortgefahren werden kann. Das Prinzip ist so intuitiv wie die Bedienung einer Kaffeemaschine, die anzeigt, wann der Kaffeesatzbehälter geleert oder ein Entkalkungsprogramm durchgeführt werden muss.

 

Ein weiteres Anwendungsszenario ist die schnelle Behebung von Störungen während der Nachtschicht. Mit Smart Operation können die meisten Störungen sofort vom Schichtpersonal behoben werden. Die Wartezeit bis zum Eintreffen eines Anwendungstechnikers entfällt.

 

Anwender von Smart Operation profitieren mehrfach: Die Implementierung eindeutig definierter Ablaufvorgänge schützt die Investitionsgüter vor unsachgemässer Bedienung und reduziert das Risiko von Betriebsfehlern. Reparaturkosten sinken und die Verfügbarkeit der Anlagen steigt. Durch situative Benutzerinteraktionen wird der Schulungsaufwand drastisch reduziert. Auf Papier gedruckte Handlungsanweisungen entfallen. Die gesamte Produktionseffizienz wird durch Smart Operation signifikant gesteigert.

 

Wir empfehlen für Neumaschinen immer Smart Operation hinzuzufügen. Bei bestehenden Maschinen mit Axos 7 und Axos 8 kann Smart Operation jederzeit nachgerüstet werden. Wir führen gerne eine Effizienzberatung für optimale Betriebsabläufe mit Smart Operation für Sie durch und erstellen ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Nachrüstangebot.

Wechseln Sie zu LinkedIn, um die Success Story mit SFS aus dem Jahr 2022 zu lesen:

Success Story

Becher aus PET – Transparent, dünnwandig und sehr gut recycelbar

Transparent, dünnwandig und sehr gut recycelbar: Verpackungen aus PET

Sie wollen als Hersteller von Kunststoffverpackungen zukünftig Produkte aus PET herstellen oder interessieren sich generell für mögliche Alternativen zu PP? Dann sollten Sie an der NPE einen Besuch bei Netstal einplanen. In Orlando demonstrieren wir mit unseren Systempartnern, wie eine nachhaltige und kreislauffähige Dünnwandverpackung aussehen kann. In unserem Stand W223 produzieren wir mit einer hybriden Elion 3200 einen Dünnwandbecher aus 100 % PET. Der klarsichtige Becher kann gemeinsam mit PET-Flaschen zu qualitativ hochstehenden Rezyklaten wiederaufbereitet werden.

Die Recyclingquote für dünnwandige Kunststoffverpackungen, wie zum Beispiel Becher für Molkereiprodukte oder Brotaufstriche, ist weltweit noch niedrig. Im Gegensatz dazu stehen PET-Flaschen, die beim Recycling eine Vorreiterrolle einnehmen. Europaweit wurden im Jahr 2020 bereits die Hälfte aller in Verkehr gebrachten PET-Flaschen recycelt. Tendenz auch weltweit steigend. Betrachtet man allerdings alle Arten von PET-Verpackungen, liegt die Quote noch bei 35 % (Quelle: Statista). Aufgrund seiner guten Recyclingfähigkeit und der etablierten Recyclingsysteme in mehreren Ländern liegt die Idee nahe, PET für dünnwandige Verpackungen zu verwenden und diese gezielt recyclingfähig zu gestalten. PET-Verpackungen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, damit sie unkompliziert über die etablierten Sammelsysteme erfasst und in den Recyclinganlagen zusammen mit PET-Flaschen zu rPET-Regranulat verarbeitet werden können. Eine wichtige Voraussetzung, damit aus allen PET-Gefässen neue Flaschen und Verpackungen entstehen können.

Reto Gmür

«Klare Verpackungen respektive der Verzicht auf Farb-Additive werden bei Verpackungen aus PET bevorzugt, um eine möglichst reine Qualität des rPET zu erreichen. An der NPE zeigen wir einen solchen Becher aus PET, der für das Recycling optimiert ist.»

 

Reto Gmür, Produktmanager Packaging


Becher aus PET – Transparent, dünnwandig und sehr gut recycelbar

Der Dünnwandbecher aus PET wiegt rund 15 g

Nachhaltiger PET-Dünnwandbecher klimafreundlich produziert

Für die NPE und in Zusammenarbeit mit unseren Systempartnern haben eine solche recycling-optimierte Lösung entwickelt. Der rund 15 g leichte, klarsichtige Becher hat ein Füllvolumen von 450 ml. Wir verarbeiten Virgin-PET von der Eastman Chemical Company. Die Becher geben wir in das NPE-Recycling-Programm, damit das Material verlustfrei dem PET-Kreislauf erhalten bleibt. Die Etiketten bestehen ebenfalls aus PET und werden vom belgischen IML-Spezialisten Verstraete zur Verfügung gestellt. Unser kanadischer Partner StackTeck stellt das Testwerkzeug mit zwei Kavitäten sowie den IML-Roboter, der die Label in die Kavitäten einlegt und die fertigen Becher entnimmt und abstapelt.

Gespritzt wird der PET-Becher bei einer Zykluszeit von rund 4 Sekunden auf unserer Elion 3200. Die Spritzgiessmaschine liefert mit ihrer elektrischen Kniehebel-Schliesseinheit und dem hybriden Spritzaggregat die notwendige Geschwindigkeit, Leistungsstärke und Dynamik. Mit der Rekuperation kinetischer Energie der Schliesseinheit zählt die Elion zu den energieeffizientesten Spritzgiessmaschinen im Marktvergleich. In schnelllaufenden Anwendungen bewegt sich die Elion in den Effizienzklassen 8 und höher der neusten Norm Euromap 60.1. Das Aggregat mit RFC-Einspritzkontrolle brilliert mit seiner führenden Schuss-zu-Schuss-Konstanz. Das gibt es in dieser Form nur bei Netstal: Die kraftabhängige Druckumschaltung erfolgt unabhängig von den Materialeigenschaften und ermöglicht unseren Kunden dauerhaft das Teilegewicht innerhalb eng gesteckter Toleranzen zu halten. Für die führende Netstal-Präzision zahlen Sie keinen Aufpreis, denn höchste Präzision ist bei Netstal seit Jahrzehnten Standard.

Elion 3200

Leistungsstarke und energieeffiziente Spritzgiessmaschine: Die Elion 3200

Die Elion 3200 ist mit der optionalen adaptiven Druckabsenkung ausgerüstet. Diese optionale Funktion hilft Ihnen, Energie zu sparen. Ist die Druckabsenkung aktiviert, wird der hydraulische Systemdruck permanent am optimalen Punkt eingeregelt. Diese Option bietet Ihnen enorme Vorteile. Mit einem geringeren Druck werden die Achsen der Maschine weniger stark belastet. Dies wirkt sich positiv auf die Verfügbarkeit aus. Hauptnutzen ist jedoch der nochmals reduzierte Stromverbrauch. Sie produzieren besonders effizient und zu geringsten Stückosten.