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Einsparmöglichkeiten

Stückkosten

bis zu

-10%

Schließkraft

bis zu

-40%

Teilegewicht

bis zu

-20%

Produktionsfläche

bis zu

-15%

Zykluszeit

bis zu

-5%

Energiebedarf

bis zu

-15%

Definition

Das Spritzprägen (ICM) im Etagenwerkzeug ist ein Novum in der industriellen Produktion von Verpackungen.

Der Spritzprägeprozess unterscheidet sich vom konventionellen Spritzgiessen in der Methode, wie der während der Abkühlung der Schmelze in der Kavität entstehende Materialschwund ("Shrinking Effect") kompensiert wird. Beim konventionellen Spritzgiessen erfolgt dies während der Nachdruckphase durch ein "Hineinpressen" von zusätzlichem Material.

Beim ICM-Verfahren dagegen wird der "Shringking Effekt" durch den eigentlichen Prägeprozess kompensiert. Dadurch kann eine Materialeinsparung von bis 20 % realisiert werden.

Aufgrund schnellerer Einspritzzeitzeiten erfolgt die Befüllung der Kavitäten blitzschnell und äusserst gleichmässig. Durch den geringeren Druck werden Spannungen im Produkt verhindert.

Mit dem ICM-Verfahren erzielt man unschlagbare Einsparungen bei Zykluszeiten, Material- und Energieverbrauch und erhöht zugleich die Qualität der produzierten Verpackungen. Durch den Einsatz eines Etagenwerkzeugs wird die Produktivität signifikant gesteigert.

Vorteile

Technische Vorteile

Wirtschaftliche Vorteile

  • Reduktion innerer Spannungen
  • Verringerung von Verzug
  • Verbesserung der Abformung diverser Strukturen
  • Verbesserung der Masshaltigkeit
  • Verringerung von Einfallstellen
  • Verbesserung des Füllverhaltens bei hohem Fliessweg- / Wandstärken­verhältnis (L/T)
  • Optimale Flexibilität hinsichtlich Produktdesign und -dekoration in Kombination mit IML
  • Reduktion der benötigten Schliesskraft

Produkt / ICM Produktions­system

/media/images/icm/bild_tubs.jpg

15 oz / 425g Tub

Image   Gewicht je Tub:

   10.7gr

Image   Maße je Tub:

   137 x 92 x 63 mm

Elion 2800 - 2000 ICM

Cycle time 5.0s | Mold 4+4 cavity Stack Mold

Robot: Take Out / IML

Anforderungen für ICM

Die Anforderungen an Maschinendesign und -steuerung sind sehr hoch, um ICM erfolgreich einzusetzen. Aus diesem Grund sind Netstal Spritzgiessmaschinen optimal für den Einsatz des Spritzprägeverfahrens geeignet:

  • Dosiergenauigkeit
    • Da Korrekturen der Füllung mittels Nachdruck nicht möglich sind, ergeben sich sehr hohe Anforderungen an die Dosiergenauigkeit.
  • Dynamik
    • Grundvoraussetzung zur perfekten Verteilung der Schmelze im ICM-Verfahren ist eine sehr dynamisch und präzise arbeitende Schliesseinheit.
  • Einspritzleistung
    • Um das "Prägen" des Materials zu ermöglichen, ist ein ultra-schnelles Einspritzen (>800mm/s) notwendig.
  • Synchronizität
    • Zur Erreichung genauester Reproduzierbarkeit ist ein hoch präzises und synchrones Zusammenspiel von Spritzaggregat und Schliesseinheit unabdingbar.
  • Parallelität
    • Das Einspritzen im geöffneten Zustand der Schliesseinheit stellt besonders hohe Anforderungen an die Plattenparallelität und das Design des Kniehebels.

Technologie / Prozess

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Kavitäten-Innendruck

Bei
Standard-Spritzgiessen

Bei
ICM

Unterschiedliche Druckverteilung in der Kavität → Verzug

/media/images/icm/grafik_kavitaetinnendruck_standard.jpg

Geschichte & Erfahrung

1980
disc
Optical Discs CD & DVD
Netstal Disc 60
1985 Netstal Disc 60

1990
smartcard
Smartcards
Netstal Discjet 60
Netstal Discjet 60

2000
cap
Caps
Netstal e-jet 60
Netstal e-jet 60

2010
tub
425g Tub Stack Mold
Netstal Elion 2800 ICM
Netstal Elion 2800 ICM